Deutschem Mittelstand fehlen 326.000 Fachkräfte

Obwohl der Mittelstand im Jahr 2016 einen höheren Umsatz (+1,6%) als im Vorjahr erwartet und das Geschäftsklima sich deutlich verbessert hat, sind nicht alle Zukunftsaussichten rosig. Die größte Gefahr birgt wahrscheinlich der bereits heute spürbare Fachkräftemangel.

Gemäß dem Mittelstandsbarometer von Ernst & Young (2016) schätzen rund 48% der befragten Unternehmen den Fachkräftemangel als eher groß bzw. sehr groß ein. Dies zeigt sich insbesondere bei der Rekrutierung von qualifizierten und erfahrenen Mitarbeitern. Der Fachkräftemangel ist kein Randphänomen - alle Unternehmen sämtlicher Branchen, egal welcher Umsatzgröße sind inzwischen betroffen.

Ein Effekt des positiven Geschäftsklimas ist die ansteigende Beschäftigungsdynamik, was zu einer Verstärkung des Fachkräftemangels führt. Rund jedes 3. Unternehmen plant mit einer ansteigenden Mitarbeiterzahl, hingegen nur 11% mit einer sinkenden. Durch den erhöhten Mitarbeiterbedarf schätzen 69% der befragten Unternehmen die Rekrutierung von qualifizierten Fachkräften als eher schwer bzw. sehr schwer ein. In mehr als der Hälfte der Unternehmen können bereits heute Stellen nicht mehr besetzt werden, da es an qualifizierten Bewerbern mangelt. Insgesamt fehlen dem deutschen Mittelstand aktuell rund 326.000 Fachkräfte.

(Quelle: Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (2016) Mittelstandsbarometer Januar 2016 – Ergebnisse einer Befragung. Essen.)